Presseanfragen zum Cyberangriff auf das HSZ-BW stellen Sie bitte an hsz@sympra.de.
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ).
Die Ergebnisse der forensischen Analyse legen nahe, dass die Daten der Hochschulen beim HSZ-BW weitgehend intakt sind und nur ein relativ geringer Abfluss von Daten im Umfang von ca. 1 GB stattgefunden hat. Die Wahrscheinlichkeit für einen Abfluss personenbezogener Daten aus den Netzen des HSZ-BW ist den Ermittlungsergebnissen zufolge sehr klein. Völlig ausgeschlossen werden kann ein solcher Abfluss allerdings nicht.
Offenbar konnten die Angreifer nur in einen kleinen Teil des Netzes des HSZ-BW eindringen und dort Dateien verschlüsseln und Daten abgreifen. Da aber nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Angreifer Schadsoftware in anderen Teilen des Netzes hinterlassen haben, wird das HSZ-BW seine Netzwerkumgebung und seine Server auf dem aktuellen Stand der Sicherheitstechnik komplett neu aufbauen und die Daten der Hochschulen auf dem Stand von kurz vor dem Angriff einspielen.
Bis die Systeme des HSZ-BW wieder zur Verfügung stehen, haben das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, das Finanzministerium, die Landesoberkasse, das Landesamt für Besoldung und Versorgung, Hochschulen und das HSZ-BW gemeinsam provisorische Prozesse entwickelt, die die Arbeits- und Zahlungsfähigkeit der Hochschulverwaltungen sicherstellen sollen.
Parallel dazu arbeitet das Team des HSZ-BW an der Wiederherstellung der Dienste für die Hochschulen in den Bereichen Campus Management (Studierenden- und Prüfungsverwaltung), Haushalts- und Personalverwaltung, die nach und nach wieder verfügbar sein werden. Die Wiederinbetriebnahme erfolgt in Abstimmung mit dem Wissenschafts- und dem Finanzministerium, um Überschneidungen mit den provisorischen Prozessen auszuschließen. Bis wann alle Dienste wieder zur Verfügung stehen werden, lässt sich derzeit noch nicht sagen.
Eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Sprecherkreises der Hochschulkanzlerinnen und -kanzler hat – in Zusammenarbeit mit dem HSZ-BW – damit begonnen, interimistische Lösungswege zu erarbeiten, um relevante Geschäftsprozesse zeitnah wieder zur Verfügung zu stellen. Hierbei soll gegebenenfalls auch bestehende IT-Infrastruktur an den Hochschulen, an Universitäten und verbundenen Einrichtungen des Landes Baden-Württemberg genutzt werden.
Nach derzeitigem Kenntnisstand stehen die aktuellen Einschränkungen im SAP-System in erster Linie im Zusammenhang mit der Umstellung auf S/4HANA. Die Umstellung war seitens des Projektteams weit im Voraus kommuniziert und die Hochschulen konnten sich entsprechend darauf vorbereiten. Nach Auskunft des Projektteams gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass der Cyberangriff das SAP-System beeinflusst hat. Das System ist extern gehostet.
Das HSZ-BW hat ein Dokument mit Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Cyberangriff veröffentlicht (FAQ). Hier finden Interessierte ständig aktualisierte Information zu unterschiedlichen Themen rund um die Attacke.
Die Untersuchungen im Rahmen des Cyberangriffs auf das HSZ-BW durch ein Team von internen und externen Spezialisten gehen mit Hochdruck weiter. Nach aktuellem Stand haben Angreifer Schadsoftware ins Netzwerk eingeschleust und sich so Zugang zu Daten verschafft. In welchem Umfang Daten abgezogen wurden, ist derzeit Gegenstand der Untersuchungen.
Sobald es neue Erkenntnisse gibt, informieren wir umgehend.
Am Abend des 07.10.2026 wurde durch die IT-Abteilung des HSZ-BW ein Cyberangriff auf das HSZ-BW festgestellt. Es wurden unverzüglich alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um die Folgen des Angriffs einzudämmen. Hierzu wurden alle Systeme offline genommen, die Internetverbindung getrennt und die Telefonanlage deaktiviert. Die zuständigen Ermittlungsbehörden und die Cybersicherheitsagentur BW wurden noch am gleichen Abend informiert.
Seit dem Morgen des 08.10.2026 arbeitet der Krisenstab des HSZ-BW unter Leitung von Prof. Dr. Peter Väterlein kontinuierlich an der Aufarbeitung und Bewältigung des Vorfalls. Die Ermittlungen wurden vom Polizeipräsidium Reutlingen in Zusammenarbeit mit der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe, Abteilung Cybercrime, übernommen. Die CSBW unterstützt dabei die Ermittlungen und das HSZ-BW. Interne und externe Spezialisten arbeiten derzeit an der Behebung des Vorfalls.
Bei wesentlichen Entwicklungen informieren wir die von uns betreuten Einrichtungen umgehend.
Aufgrund eines IT-Sicherheitsvorfalls beim Hochschulservicezentrum Baden-Württemberg (HSZ-BW), das IT-Dienste für die nichtuniversitären Hochschulen und Kunst- und Kultureinrichtungen in Baden-Württemberg bereitstellt, sind derzeit einige Systeme der Hochschulen und Kunst- und Kultureinrichtungen nicht erreichbar.
Als vorsorgliche Sicherheitsmaßnahme wurden die Verbindungen zwischen dem Servicezentrum und den angeschlossenen Hochschulen, sowie den angeschlossenen Kunst-und Kultureinrichtungen unverzüglich getrennt. Die zuständigen Stellen und Behörden sind informiert. Das HSZ-BW arbeitet an der Klärung des Vorfalls und informiert umgehend, wenn neue Erkenntnisse vorliegen.
Das HSZ-BW ist derzeit telefonisch nicht erreichbar. Eine Kontaktaufnahme kann derzeit nur über die vorab bekanntgegebene Notfall E-Mail-Adresse erfolgen.