Am Abend des 7. Oktober 2026 wurde durch die IT-Abteilung des HSZ-BW ein Cyberangriff auf das HSZ-BW festgestellt. Es wurden unverzüglich alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um die Folgen des Angriffs einzudämmen. Hierzu wurden alle Systeme offline genommen, die Internetverbindung getrennt und die Telefonanlage deaktiviert. Die zuständigen Ermittlungsbehörden und die Cybersicherheitsagentur BW wurden noch am gleichen Abend informiert. Zudem wurden unverzüglich alle gesetzlichen und regulatorischen Meldepflichten erfüllt. Der Betrieb wird im Notfallmodus fortgesetzt, um die Geschäftskontinuität so weit wie möglich aufrechtzuerhalten, während die Reaktions- und Wiederherstellungsmaßnahmen weiterlaufen.
Aktuell stehen Campus-Management-Systeme (für den Abruf von Vorlesungsplänen, Immatrikulations-, Studien- und BAföG-Bescheinigungen, Notenspiegel etc.) und ERP-Systeme (Finanz- und Personalmanagementsysteme, SAP-Systeme) sowie weitere IT-unterstützte Verwaltungsprozesse nicht zur Verfügung.
Das HSZ-BW betreut die Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Pädagogische Hochschulen, Kunst- und Musikhochschulen, die Duale Hochschule Baden-Württemberg sowie Kunst- und Kultureinrichtungen in Baden-Württemberg.
Die Universitäten des Landes Baden-Württemberg beziehen keine technischen Dienstleistungen vom HSZ-BW, sondern lediglich Beratungsleistungen.
Seit dem Morgen des 8. Oktober 2026 arbeitet der Krisenstab des Hochschulservicezentrums Baden-Württemberg unter Leitung von Prof. Dr. Peter Väterlein kontinuierlich an der Aufarbeitung und Bewältigung des Vorfalls. Die Ermittlungen wurden von der Kriminaldirektion 5 Cybercrime Esslingen des Polizeipräsidiums Reutlingen in Zusammenarbeit mit der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe, Abteilung Cybercrime, übernommen. Die CSBW unterstützt dabei die Ermittlungen und das HSZ-BW. Interne und externe Spezialisten arbeiten derzeit an der Behebung des Vorfalls.
Aufgrund der derzeit verfügbaren Informationen und der von Spezialisten, den zuständigen Behörden und internen Teams durchgeführten Überprüfung ist davon auszugehen, dass die Täter im Besitz von Daten sind.
Das ist derzeit Gegenstand der Überprüfung.
Es besteht das Risiko, dass die gestohlenen Daten - und der Vorfall an sich - für kriminelle Zwecke missbraucht werden.
Aktuell sind die Verbindungen zu den vom HSZ-BW betreuten Einrichtungen gekappt. Sobald sichergestellt ist, dass von der IT-Infrastruktur des HSZ-BW keine Gefahren ausgehen, werden die Verbindungen sukzessive wieder aufgebaut. Wann dies Fall ist, kann aktuell noch nicht gesagt werden.
Das ist aktuell noch nicht notwendig. Wenn Sie dieses jedoch für nötig halten, sollten Sie das tun.
Aktuell finden nach wie vor forensische Untersuchungen der kompletten Anwendungs- und Datenbankumgebungen der betriebenen Systeme statt. Während dieser Arbeiten stehen auch dem HSZ-BW keinerlei Applikationen und Daten oder Backups zur Verfügung. Wir bitten Sie deshalb derzeit von Anfragen hierzu abzusehen. Sobald die gefahrlose Weitergabe von Daten sichergestellt ist, informiert das HSZ-BW.
Sobald sich ein neuer Stand ergibt, informieren wir proaktiv auf dieser Website. Sie ist die einzige Plattform für regelmäßig aktualisierte Informationen (single point of truth).
(Pressevertreter wenden sich bitte an die von uns beauftragte Kommunikationsagentur Sympra: hsz@sympra.de, 0711 / 947670.)
Das HSZ-BW berät seine Kunden – Hochschulen und andere Einrichtungen des Landes Baden-Württemberg – zu diesen Themen und unterstützt die Hochschulen bei der Einführung eines Informationssicherheits-Management-Systems (ISMS) basierend auf dem BSI-Grundschutz.
Diese Strategien und Prozesse werden vom HSZ-BW selbstverständlich im eigenen Haus angewandt. Das HSZ-BW bietet seinen Kunden aber keine Hard- oder Softwarelösungen für die IT-Sicherheit an.
Vertreter von Medien wenden sich bitte an die von uns beauftragte Kommunikationsagentur Sympra: hsz@sympra.de, 0711 / 947670.